Krebs und Hypnose

 

Viele Betroffene, die die Diagnose „Krebs“ von ihrem Arzt erhalten haben, stehen zunächst einmal unter Schock, entstehen doch sofort Bilder im Kopf von Operation, Bestrahlung und Chemotherapie mit all ihren körperlichen Folgen - Schmerzen, Schwäche, Übelkeit, Appetitlosigkeit und andere mehr.

Mindestens ebenso bedrohlich sind die Auswirkungen auf die seelische Verfassung. Das ganze Leben ist plötzlich verändert, die Lebensqualität stark eingeschränkt durch Ängste, Depressionen, und dem Gefühl der Hilflosigkeit.

 

Auch Selbstvorwürfe begleiten viele Erkrankte – weiß man doch inzwischen, dass das Entstehen der häufigsten Tumoren nicht nur von ungünstigen Umwelt- und genetischen Einflüssen beeinflusst werden kann, sondern auch vom Umgang mit seelischen Erschütterungen und von (auch „positivem“) Stress abhängt. Und gerade an diesem Punkt, nämlich dem eigenen Lebensstil und der Einstellung zum eigenen Leben und der Erkrankung, hat der Betroffene die Chance, tätig zu werden, aktiv zu werden zur Stärkung des Immunsystems als Voraussetzung der Heilung. Im körperlichen Bereich können Sport, Bewegung an frischer Luft sowie vitamin- und nährstoffreiche Ernährung das Immunsystem stärken. Die seelische Belastung kann durch Gespräche mit Ärzten, Therapeuten, Angehörigen, Freunden oder den Betroffenen einer Selbsthilfegruppe gelindert werden. Sich selbst zu verwöhnen und eine Freude zu machen, etwas Schönes zu erlauben, kann dazu beitragen, mit mehr Energie und Zuversicht den Weg der Genesung zu beschreiten.

 

Hypnose in Form von Hypnosetherapie ist eine wunder-volle Möglichkeit, die medizinische Behandlung erfolgreich zu ergänzen. Hypnosetherapie kann dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem unbewusste Konflikte und negative Gefühle - wie z.B. Schuldgefühle oder Belastendes aus der Vergangenheit - aufgedeckt, bearbeitet und verabschiedet werden. Dies stärkt das Immunsystem und die körpereigene Abwehr. Dadurch verringert sich die Belastung des Körpers und die medizinische Behandlung wird unterstützt.

Durch positive Suggestionen können Ängste, Schmerzen und negative Auswirkungen der Behandlung gemindert werden.

Das Erlernen der individuellen Selbsthypnose mit Visualisierungsübungen ist ein wichtiger Teil der Behandlung und trägt ebenfalls zur Entspannung, zum Nachlassen von Ängsten und zum allmählichen Entstehen von Zuversicht bei. Es können z. B. Ziele oder körperliche Heilkräfte visualisiert werden oder der Zugang zum „inneren Ratgeber“ geschaffen werden, der den Weg zur Gesundheit zeigt.

Dadurch erlangt der Betroffene die Möglichkeit, über die ärztlich verordnete Behandlung hinaus auf sein Befinden einzuwirken und damit selbst aktiv zu seiner Genesung beizutragen.

Angehörige können eine eigene Hypnose  zur Lösung ihrer Ängste und emotionalen Belastungen nutzen, um sich selbst und den Betroffenen zu stärken.